Wer sind wir?

 

Ein Zusammenschluss von Bürgerinnen, Bürgern und Bürgerinitiativen aus Niedersachsen und Hessen, welche sich für eine verantwortungsbewusste Energiewende einsetzen.

Was wollen wir?

 

Einen gut durchdachten und verantwortungsbewussten Atomausstieg in Deutschland. Verhinderung der Zerstörung unserer Heimat, Natur und Landschaft durch überproportionalen Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere der Windenergie. unser bisheriger Forderungskatalog:

 

1. Standortentscheidungen dürfen nicht an der Mehrheit der betroffenen Bürgerinnen und Bürger vorbei getroffen werden.

2. Informationen über Voranfragen und Anträge bei Behörden und Planungsvorhaben von Kommunen müssen unverzüglich öffentlich gemacht werden.

3. Aufhebung der baurechtlichen Privilegierung.

4. Oberstes Gebot ist die Einsparung von Energie.

5. Umverteilung der Subventionen zugunsten - der Entwicklung von Speichertechnologien. - der Erforschung und Entwicklung von verträglicheren alternativen Technologien zur Erzeugung regenerativer Energie.

6. Hersteller und Betreiber müssen den Beweis erbringen, dass Infraschall von WEA nicht gesundheitsschädigend ist.

7. Bis auf weiteres die 15-fache Anlagenhöhe in alle Richtungen als Mindestabstand für WEA zu Wohnbebauungen. Zeigen die Infraschallmessungen eine erhöhte Belastung, müssen die Abstände umgehend erweitert werden.

8. Gleiche Abstandsregelungen für geschlossenen Ortschaften, Streusiedlungen und Einzelwohnbauten.

9. Absolute Einhaltung von arten- und naturschutzrechtlichen Gesetzen.

10. Amtlich vereidigte Gutachter, eingesetzt durch die Genehmigungsbehörden.

11. Keine WEA in Wäldern

Offener Brief an die politisch Verantwortlichen für die Umsetzung der Energiewende

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind die Bürgerinnen und Bürger der Region Südniedersachsen und Nordhessen, organisiert in 26 Bürgerinitiativen, welche nach den aktuellen Planungen extrem betroffen sein werden, durch einen massiven Ausbau der Windenergie in unserer Region.

Wir sehen mit Freunde in den aktuellen Nachrichten, dass die Vernunft teilweise wieder Einzug hält in den politischen Denkprozess der neuen Regierung in Berlin.
Wir können nicht verstehen dass politisch bislang eine Energiewende propagiert wird, die die ursprünglichen Ziele aus den Augen verloren hat. Nicht mehr die Reduzierung von CO2 steht auf dem Plan, schon gar nicht mehr das Sparen von Energie, vielmehr sind die Motivationen gelenkt durch Subventionsrenditen und Pachtzahlungen an die Landbesitzer. Der politische Ehrgeiz ist hier nicht der intelligente Wandel hin zu einer Zukunft, in der Mensch Natur und Technik in einem lebenswerten ausgewogenen Verhältnis koexistieren können, mit der Option fossilen
Brennstoffe zu ersetzen. Vielmehr ist eine Torschlusspanik entstanden, die die letzten Flächen ohne Not verplant, obwohl diese Gebiete suboptimale Standorte darstellen und langfristig der
nationale Energienotstand überhaupt nicht droht.
Anstatt mit den betroffenen Bürgern vernünftig und frühzeitig einen gemeinsamen Wandel zu gestalten, wurden hinter Verschlossenen Türen Schreckensszenarien für unsere Lebensräume in der Region ausgeklügelt. Die Landbesitzer pokern die Pachten in immer neue Höhen und die anderen Anwohner müssen um die Heimat bangen. Es gibt nur noch ein Vorwärts, Höher, Weiter und  Schneller beim Ausbau, ohne das die gesundheitlichen Auswirkungen hinreichend geprüft sind, ohne das die Umweltschutzbelange hinreichend beachtet werden.

Wenn eine Herde von Mammutwindrädern den Horizont verstellt und das Tageslicht mit ihren Riesenflügeln in Scheiben schneidet, die Nacht mit Signalfeuern an den Flügelspitzen gestaltet, und dies ab 1000m vor der Siedlungsgrenze keinen Ausweichraum mehr lässt, wird auch der letzte Bürger aktiv.
Es fehlt im Größenwahn der Masterplan, denn die Strommengen, welche hier entstehen sind weder planbar, wegen des unsteten Windes, noch speicherbar mangels effizienter Technologie. Vielmehr erwächst aus den Riesen der Windindustrie eine Renaissance der Kohlekraftwerke, die im Hintergrund der Windenergie die Stange halten müssen, damit uns der Strom nicht ausgeht. Trotz eines vielfachen Stromüberschusses seit 2009, wird immer noch behauptet wir könnten ohne diese Wende nicht mehr existieren. Diese Überkapazitäten verärgern aber unsere
europäischen Nachbarn, welche diesen teuer produzierten Strom aufnehmen müssen.
Statt einer europäischen Gesamtlösung gibt es nur einen Plan auf kommunale Vollversorgung mit dem Wunsch der Unabhängigkeit. Dies ist im Angesicht der vom Export und internationalen
Handelsbeziehungen abhängigen Wohlstandsnation Deutschland ein Rückschritt in die Kleinstaaterei wie vor 200 Jahren.

Seit dem Ausbau der Windkraft in Deutschland geht täglich wertvolle Natur mit bedrohten Arten und hochwertiges Ackerland zur Ernährung der z Menschen im am dichttesten besiedelten Land Europas verloren. Wir werden unserer einzigartigen Landschaft und unserer besonderen Artenvielfalt beraubt, um einzelnen Energiegoldgräbern einen Spitzengewinn zu ermöglichen.
Potentielle Anleger können in der Pleite der Windenergiefirma Prokon schon jetzt einen Vorgeschmack erleben, wie nachhaltig und verlässlich in dieser luftigen Branche die Renditen sprudeln.

So sieht keine Bürgerbeteiligung aus, für die wir uns vom Bürgernetzwerk engagieren.

Kein Gramm CO2 wurde bislang durch Windkraft gespart, kein Klimaziel wurde erreicht.
Ein ganzes Land verliert aber nachhaltiger sein Gesicht als durch die Zerstörungen in beiden Weltkriegen.

Im Raum Göttingen ist es das Ziel mindesten 125 Riesenwindanlagen zu bauen und wenn notwendig noch Platz für weitere 125 zu schaffen, damit der Strom teuer vom Nachbarn nebenan kommt. Ehrgeizig will die hiesige Politik als Klassenbester die Energieziele des Bundes in dieser Region überflügeln.
Am Ende wird mit Macht und Planungswut jeder potentielle Hektar verplant und windig verbaut sein. Für die meisten Menschen wird diese Region dann aber völlig zerstört sein.
Eine Zukunftsvision, in der unsere Kinder keinen Platz mehr haben werden, ihr Leben und ihre Visionen zu gestalten.
Eine Politik, die glaubt der Bürger werde für derartige Unvernunft noch sein letztes Sparguthaben in Bürgerkraftwerke einzahlen, ist durch die Prokonpleite eines Besseren belehrt worden.
Die Bürger haben gelernt, sich organisiert und sind bestens informiert.
Sie kennen nun die Hintergründe und die Abgründe dieser Energiewende.
Umzingelt von vielen Atomkraftwerken in den Nachbarstaaten, hoffen wir die atomare Gefahr durch die Energiewende gebannt zu haben. Diese bleibt aber grenzenlos bestehen.
Der lokal angestrebte Ausstieg aus der Atomenergie ist der Einstieg in eine Flächenmutation ohne Beispiel.
Wer das immer noch blauäugig befürwortet, hat sicher einen gut dotierten Pachtvertrag unterschrieben oder ist sonst irgendwie im Vorteilsnehmerkreis.
Der Rest der ansässigen Bevölkerung, höchstwahrscheinlich die große Mehrheit, sagt aber nein zu solchen Auswüchsen und begrüßt die neue Politik der kritischen Sichtweise,
die sich nun in Berlin abzeichnet.
Bürger und verantwortliche Politiker können nur wieder zusammenfinden, wenn gemeinsam auf Augenhöhe nicht nur eine einzige Technik verplant wird, sondern der Mix aller alternativen Energieformen gleichberechtigt vom Energiesparen zuerst bis hin zur Geothermie als gesamtes Spektrum der Möglichkeiten genutzt wird.
Die Entscheidungen über das Wo und das Wie müssen Bürgermehrheiten finden, in einem gebremsten Prozess der viel Zeit zum Abwägen bietet, und einen fairen Meinungsaustausch
ermöglicht, statt ideologisierter und politisch motivierter Scheindebatten am Bürger vorbei.
Politik muss in der Demokratie nicht wenigen Profiteuren sondern den Massen der Menschen dienen, ihre Sorgen und Ängste erkennen und vertreten.
Der Bürger verleiht den politisch Verantwortlichen mit seiner Stimme die Macht.
Wird diese für eine Wahlperiode verliehene Macht ohne die Beteiligung der breiten Mehrheit ausgeübt, wählt der Bürger neu und anders oder er organisiert sich selbst.
Wir bieten als Gesamtheit des Netzwerkes der Bürgerinitiativen ihnen als politisch Verantwortliche einen Dialog auf Augenhöhe an, um gemeinsam zu verträglichen Lösungen zu kommen,
die ein Leben in dieser Region noch lebenswert sein lässt.

Mit freundlichen Grüßen

Die engagierten und couragierten Bürger des Bürgernetzwerkes Energiewende